
Brainstorming-Vorlagen geben Struktur, aber leere Kästchen bremsen jede Session. Wann Vorlagen helfen, wo sie scheitern und warum ein erster Entwurf besser funktioniert.
Such nach einer Brainstorming-Vorlage und du findest Tausende: Mindmap-Raster, Ideenmatrizen, Crazy-Eights-Blätter, SWOT-Kästchen. Das Versprechen ist immer dasselbe: Die Struktur bringt die Ideen. Manchmal klappt das. Aber wer schon mal auf eine sauber strukturierte Vorlage voller leerer Kästchen gestarrt hat, weiß, was einem festgefahrenen Brainstorming wirklich fehlt: Schwung.
Kurz gesagt: Eine Brainstorming-Vorlage ist ein fertiges Layout (ein Raster, eine Matrix oder eine Mindmap), das zeigt, wo die Ideen in einer Session hinkommen. Vorlagen helfen, wenn sich eine Session wiederholt und alle dasselbe Format brauchen. Aber bei einer leeren Vorlage muss die Gruppe trotzdem jede Idee bei null anfangen. Startest du mit einer Vorlage, in der schon ein erster Entwurf steht, haben alle etwas, worauf sie reagieren können, und das geht meistens schneller, als leere Kästchen zu füllen.
Eine Vorlage macht die Form der Übung sichtbar. Alle sehen, dass es vier Quadranten zu füllen gibt, also diskutiert niemand mittendrin über das Format. Sie nimmt auch ein bisschen die Angst vor dem leeren Blatt, weil sich eine Seite mit Kästchen weniger leer anfühlt. Bei einem wiederkehrenden Ritual, etwa einer wöchentlichen Retro oder einer Standard-Pro-und-Contra-Runde, ist diese Vorhersehbarkeit Gold wert.
Eine Vorlage denkt vom Format her: Sie sagt dir, wo Ideen hinkommen, bevor du überhaupt welche hast. Daraus ergeben sich drei Probleme:

Fang mit Inhalt an, nicht mit Format. Ein erster Entwurf gibt der Gruppe etwas, worauf sie reagieren, was sie umstellen, durchstreichen und weiterdenken kann. Reagieren ist leichter, als aus dem Nichts etwas zu liefern, und wer einem Entwurf widerspricht, hat schneller Ideen als jemand, der auf einen leeren Quadranten starrt. Der Entwurf muss nicht gut sein. Er muss nur da sein.
Drei Wege, ein Brainstorming zu starten
|Startpunkt|Womit du anfängst|Funktioniert am besten für|Achtung|
|Leere Vorlage|Ein Layout mit leeren Kästchen|Wiederkehrende Rituale wie Retros|Jede Idee fängt bei null an|
|Eigene Beschreibung|Deine eigenen Notizen zum Problem|Probleme, die nur du richtig gut kennst|Kostet vor der Session Zeit|
|Vorlage, die Inhalte entwirft|Ein Board mit einer ersten Runde Ideen|Kick-offs und neue Themen|Sieh den Entwurf als Input, nicht als Antwort|
Die Klassiker gelten weiter, egal auf welcher Fläche du arbeitest. Erst Menge, dann Qualität, und bewerte noch nichts, solange Ideen reinkommen, denn Bewerten killt das Ideensammeln, wenn beides gleichzeitig läuft. Lass alle erst fünf bis zehn Minuten allein nachdenken, bevor die Gruppe diskutiert, damit nicht die lauteste Stimme den Rahmen setzt. Steckt die Gruppe fest, probier Reverse Brainstorming: „Wie könnten wir das Problem noch schlimmer machen?“ Das funktioniert auf Papier, an einer Wand voller Post-its oder in einer Whiteboard-App.

In SketchMind, einem KI-Whiteboard, kannst du mit einer Vorlage oder mit einer Beschreibung starten. Die Seite Templates („A useful place to start“) hat einen Filter „For:“ für Rollen wie Gründer, Berater, Lehrkraft und Marketingmanager. Use template erstellt ein Board und lässt direkt die KI laufen, sodass du einen ersten Entwurf öffnest statt leerer Kästchen. Oder du beschreibst das Problem selbst in Create with AI, mit bis zu 3.000 Zeichen, hängst ein PDF mit Hintergrundmaterial an und wählst Frames, Flow oder Checklist als Form.
Während der Session arbeiten alle auf demselben Board, mit Live-Cursorn, Haftnotizen und Kommentaren mit @Erwähnungen. Zum Eingrenzen verschiebst und streichst du, was da ist, oder du wählst einen Frame aus und nutzt Rewrite mit „What should change?“ für einen anderen Blickwinkel.
Muss das Ergebnis weitergegeben werden, macht Make a document aus dem Board A4-Seiten: Bereiche auswählen, „Write document“ wählen, dann „Download PDF“ oder einen Link nur zum Ansehen teilen (Dokumente gibt es ab Pro, 3 pro Monat). Endet das Brainstorming in Aufgaben, startet Plans von einem Board aus und entwirft die Schritte. Der Free-Tarif enthält einmalig 5 KI-Boards. Was nach der Session passiert, liest du in Vom Board zum Dokument, und warum es hilft, Ideen ausgebreitet vor sich zu sehen, in Visuelles Denken bei der Arbeit.
Zuletzt aktualisiert: 25. September 2026. Geprüft mit der aktuellen Version von SketchMind.
Ein fertiges Layout, zum Beispiel ein Raster, eine Matrix oder eine Mindmap, das zeigt, wo Ideen in einer Session hinkommen. Es macht das Format vorhersehbar, liefert aber selbst keine Ideen.
Nein. Bei wiederkehrenden Ritualen wie Retros sparen sie Zeit beim Format. Den schwierigen Teil, die ersten Ideen, überlassen sie aber der Gruppe.
SketchMind hat eine Templates-Seite mit Filter nach Rolle. „Use template“ erstellt ein Board und lässt sofort die KI laufen, sodass du mit einem ersten Entwurf startest statt mit leeren Kästchen.
Ja. Mehrere Leute können mit Live-Cursorn, Haftnotizen und Kommentaren mit @Erwähnungen auf einem Board arbeiten. Im Free-Tarif kann ein Board 2 Bearbeiter und unbegrenzt viele Betrachter haben.
Nutz „Make a document“, wähl die Bereiche aus und klick auf „Write document“. Du bekommst A4-Seiten, die du als PDF runterladen oder per Link teilen kannst. Dokumente gibt es ab dem Pro-Tarif.